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Ölgemälde

Engel

Die Engelbilder zeigen spirituelle Wesen in Form von pummeligen kleinen Kindern, die „Putti“ genannt werden. Sie versinnbildlichen die Inkarnation des Geistes auf der konkretesten Ebene der Existenz. Im Zeitalter des Barocks werden sie mit Reichtum, Fülle und Körperlichkeit in Verbindung gebracht.

Während der Arbeit an den Körpern entstand bei mir die Idee, mit verschiedenen Hauttönen zu experimentieren, die in differenzierten Lichtsituationen eingefangen wurden. Als Grundschicht wird je eine Farbe auf einer Leinwand (z.B. schwarz) verwendet. Die obere Ölfarbe muss ausreichend transparent sein, damit die Farbe der Grundschicht durchschimmern kann. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Farbtöne der Putti-Körper, der leeren Bereiche zwischen den Körpern und der Farbstimmung trägt zum visuellen Gesamteindruck des Gemäldes bei.


Karneval

Die jüngste Gemäldeserie trägt den Titel „Morgenstraich“. Es ist ein traditioneller Karnevalsumzug, der am frühen Montagmorgen in der Schweizer Stadt Basel stattfindet.
Der Umzug beginnt um vier Uhr morgens und alle künstlichen Lichtquellen werden ausgeschaltet, bevor das bunte Leuchten der Laternen mit den unterschiedlichsten Motiven die Stadt erhellt. Der Besuch des Morgenstraichs wurde für mich zur Inspiration, mich mit dem Zusammenspiel von Licht, Farbe und Dunkelheit zu befassen. 

Das physikalische Phänomen Licht, wird an einer Stelle der Leinwand, die weiß bleibt, eingefangen, während der Großteil der Leinwand eine Grundschicht dunkler Farbe trägt. Es entsteht ein starker Chiaroscuro-Effekt (Hell-Dunkel), der die Leuchtkraft der Farben hervorhebt. Ein dunkler Hintergrund und die räumliche Anordnung der Figuren erzeugen den Eindruck von Perspektive. Das Licht dominiert den Vordergrund und bildet stark konturierte und farbige Figuren, während die Dunkelheit die übrigen Figuren verschluckt.


 


Nachtbilder

Die Nacht ist nicht schwarz

Wie beengend ist die Idee, der Tag würde nicht aufhören. Im gleichmäßigen wiederkehrenden Rhythmus kommt die Nacht, sie bringt Erholung. Fantasie, Ideen, Gedanken und Träumereien werden klarer und lauter. In der Nacht kommen die Ideen für meine Bilder.

Die Nacht wird als große Bühnenbildnerin aktiv.

Auf der Bühne der Nacht ist das Ferne nah und die Nähe fern. Das Bühnenbild verliert an Schärfe und an Perspektive; die Gegenstände – schwarz umrahmt – werden flächig lebendig, wirken wie hin- und hergeschoben: Ein Kulissenkarussell schönster Bewegtheit setzt sich in Gang! Mein Bestreben ist es, die Traumideen dingfest zu machen und die großen Flächen der Dunkelheit rhythmisch-pastos auszufüllen.

 

 


Acryl- und Mixed-Media-Bilder

Meine Suche nach Konkretisierung

Der Ausgangspunkt meiner „ungegenständlichen“ Bilder ist nicht der fassbare Gegenstand, sondern das Ungewisse, das Wage, das, was ausserhalb unserer sichtbaren, gewöhnlichen Wahrnehmung liegt. Meine Bilder gehen nicht vom Gegenständlichen, vom Konkreten aus.
Das Formen der Farbflächen bedeutet jedes Mal neben der Freude und Lust an Entdeckung eine intensive Suche nach Ausdruck, Klang und Harmonie der miteinander korrespondierenden, vibrierenden Flächen.

Das Ergebnis sind zweidimensionale Bilder mit komponierten, geschaffenen Farbflächen, die miteinander harmonieren. Ich setze im Laufe eines Suchprozesses eine wage Ahnung in geistige Materie um.

Ich habe kein klares Ziel, jedes Mal besteht das Risiko zu scheitern, doch auf der anderen Seite besteht die Chance etwas völlig „Neues“ zu kreieren, das einem während des Entstehungsprozesses Lust und Freude vermittelt. Es ist eine Reise ins Ungewisse, ich lasse mich treiben, es geschieht einfach und ich lasse mich auf die spannende Reise ein Das Ergebnis ist die Materialisierung des Immaterielen.

Mittlerweile haben sich zwei Entstehungswege herausgebildet, die zu jeweils unterschiedlichen Ergebnissen führen. Die Flächen werden ins Gegenständliche transformiert und in die Perspektive gesetzt So beginnen,wie die Entwicklung zeigt, meine Arbeiten wieder konkreter zu werden.

Konkretisierung, Mixed Media, 30 cm x 30 cm

Der rote Fluss, Mixed Media, 50 cm x 50 cm

Konkretisirerung, Mixed Media, 80 cm x 80 cm

Gelbe Fische, Mixed Media, 70 cm x 70 cm

Fremde Stadt, Mixed Media, 70 cm x 70 cm


Tapisserien

Die Wandteppiche aus Wolle wurden in zwei speziell eingerichteten Ateliers in Brno und Kdyne, Tschechien, hergestellt. Aquarelle und abstrakte Mixed-Media-Bilder dienen als kleinformatige Vorlagen für die größeren Wandteppiche. Diese fertigen Stücke zeigen dann die Differenzierung von Mustern und Farben auf großen Flächen. Zur Schaffung des gesamten visuellen Eindrucks werden sowohl subtile als auch größere Farbvariationen, aber auch Unterschiede in der Wollstruktur verwendet.

Konkretisierung, Gelb und Weiss, Wolle, 100 cm x 80 cm

Konkretisierung, Weiss und Rot, Wolle, 100 cm x 80 cm

Paradies, Wolle, 120 cm x 100 cm

Der graue Fluss, Wolle, 110 cm x 110 cm

Garten, Wolle, 100 cm x 99 cm

„Man genießt an der Natur nicht, was man sieht, sondern was man dem Gesehenen andichtet, und das Gefühl für Natur ist im Grund die Phantasie für dieselbe.“

–Jean Paul–

 


Über die Künstlerin


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Helga Santel wurde 1950 in Jablonec, Tschechien, geboren und wanderte 1965 nach Deutschland aus. In den 1990er Jahren verbrachte sie 6 Jahre in den USA. Heute lebt sie wieder in Deutschland.

 Künstlerische Ausbildung

  • Rudolf-Steiner-Seminar (Anthroposophische Schule für Kunstpädagogik und Therapie)
  • Hochschule für Lehrerausbildung in Esslingen, Schwerpunkte Kunstpädagogik und Germanistik
  • Schulung zur Herstellung von Wandteppichen in Brno, Tschechien
  • Seminare an der Hochschule für Gesellschaft und Kunst, Alfter
  • Persönliches Kunsttraining bei Nuretin Erkan, Istanbul

Schwerpunkte der praktisch-künstlerischen Arbeit

Ihre intensive künstlerische Tätigkeit begann 1985 und ihr kreatives Schaffen kann auf vier Haupttechniken zurückgeführt werden, darunter Ölgemälde auf Leinwand, Arbeiten mit gemischten Medien und Wandteppiche, die auf der Übereinanderschichtung zarter Wollstoffe basieren. Auf Reisen malt sie häufig Aquarelle, die als Modelle für einige ihrer Wandteppiche dienen. Viele ihrer Bilder wurden international in Ausstellungen gezeigt, vor allem in Deutschland, der Tschechischen Republik und den USA.


Impressum


Service:
kontakt(at)helga-santel.com

Künstlerin:
Helga Santel (verantwortlich für den Inhalt gemäß § 10 Abs. 3 MDStV)
Hohe Str. 15
51371 Leverkusen

Konzept, Design und Realisierung der Website:
Jens Richter; contact(at)richter-scd.com

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